Bayerische Akademie der Wissenschaften

Geschichts­quellen
des deutschen Mittelalters

Agobardus archiepiscopus Lugdunensis

(Agobard von Lyon)

GND 118647326 – Dt. Biographie DNB

Leben – Vita

Aus Spanien, geboren 769, Erzbischof von Lyon,† 840 Juni 6. Obwohl die Werke Agobards nicht eigentlich zur Geschichtsschreibung zählen, sind sie dennoch von großem historischen Interesse. Der Verfasser, den man dem sogenannten 'karolingischen Rationalismus' zurechnet (Liebeschütz 1951), nahm eine gewichtige Stellung in der Kirchenregierung und in den Nachfolgekämpfen um das Reich ein. Er wandte sich scharf gegen Häresie, Aberglauben und die Bevorzugung der Juden durch den Hof und stand 830 und 833 im Sinne der Reichseinheit auf Seiten der Söhne Kaiser Ludwigs des Frommen, besonders Lothars, im Kampf gegen den Vater. Die Werke sind fast alle ohne Titel überliefert; die in den Werkbeschreibungen gegebenen Titel sind dem von E. Dümmler (MGH Epp., 5), 1899, 150-151 abgedruckten (unvollständigen) Titelverzeichnis der Haupthandschrift Paris, Bibliothèque nationale de France, Ms. lat. 2853, f. 1 entnommen, die bis auf Agobardo pax sit alle hier aufgeführten Werke enthält. Moderne Werklisten in H.-M. Jullien – F. Perelman, Clavis scriptorum latinorum medii aevi. Auctores Galliae 735-987. 1: Abbon de Saint-Germain - Ermold le Noir (Corpus Christianorum. Continuatio mediaevalis), Turnhout 1994, 68-90 (Ago 1-32) und L. Lanza, in: C.A.L.M.A. Compendium Auctorum Latinorum Medii Aevi (500-1500), 1, Firenze 2000-2003, 86-88 .

Werke

Allgemeine Literatur – Comm. gen.

Erwähnungen

Letzte Änderung: 24.01.2020