Bayerische Akademie der Wissenschaften

Geschichts­quellen
des deutschen Mittelalters

Hüglin, Jakob

GND 143801708 – Dt. Biographie DNB

Leben – Vita

Notar auf dem Basler Konzil. In dieser Eigenschaft führte er das Protokoll der Plenarversammlungen und der Deputatio pro communibus, die für den kirchlichen Verwaltungsalltag und allgemeine Konzilsfragen zuständig war. Zuerst 1432 Juli 1 als Zeuge in Basel erwähnt, 1438 Januar 25 am Konzil inkorporiert, Februar 14 Konzilsnotar, Februar 17 Notar der Deputatio pro communibus (Daten von ihm selbst in der Hs. des Manuale eingetragen), war er anwesend und protokollführend in Basel 1438 Januar/Februar bis 1441 Dezember 1 und 1443 Juni 25 bis Juli 29. 1443 Juli 30 schied er aus seiner Notarstätigkeit aus. 1440 Januar 15 wurde er durch den Konzilspräsidenten Kardinal Louis Aleman zum päpstlichen Notar ernannt. Über den Ausgang des Konzils stellte er eine nicht mehr erhaltene Sammlung von Acta et bulle unionis facte in ecclesia dei et resignatio papatus per Felicem zusammen. Seit 1457 war er Stiftspropst in Solothurn (Schweiz), † 1484 April 26. Die konzilsgeschichtlichen Handschriften aus Hüglins Nachlass sind im Wesentlichen die folgenden: Solothurn, Staatsarchiv, Fasz. Concilium Basiliense für 1431-1440 und Solothurn, Staatsarchiv, Fasz. Concilium Basiliense für 1448 mit 52 Stücken, weitgehend Originalschreiben; Solothurn, Bischöfliches Archiv des Bistums Basel, Signatur unbekannt, Konzilsgesandtschaft nach Avignon und Konstantinopel 1437-1438 (dazu Trier, Bistumsarchiv, Abt. 95 Nr. 86); Solothurn, Zentralbibliothek, Codex S I 175, das 'Manuale super actis et gestis in concilio Basiliensi'.

Werke

Allgemeine Literatur – Comm. gen.

Erwähnungen

Letzte Änderung: 10.09.2019