Bayerische Akademie der Wissenschaften

Geschichts­quellen
des deutschen Mittelalters

Hemmerli, Felix

GND 118773895 – Dt. Biographie DNB WikipediaNeu

Leben – Vita

Auch Haemmerlein, Hammerlin, Hemmerlin, Hämerli, lat. Malleolus. Geb. 1388 in Zürich, nach Studium in Erfurt (Thüringen) und Bologna (Emilia-Romagna) 1424 Doctor decretorum. Kanoniker und Kantor am Stift St. Felix und Regula in Zürich, daneben Chorherr am Stift St. Mauritius in Zofingen (Schweiz) und Propst des St. Ursus-Stiftes in Solothurn (Schweiz), 1432-1435 Teilnehmer des Basler Konzils. 1454 wurde er wegen seiner Agitation gegen Bischof Heinrich IV. von Konstanz in Luzern (Schweiz) gefangengesetzt und frühestens 1457 wieder freigelassen. † 1458/59. Die meisten seiner Werke wurden später von Sebastian Brant in einem Sammelband zusammengestellt, der zweimal kurz hintereinander gedruckt wurde. Weitere Werke können ihm nicht eindeutig zugeordnet werden, siehe E. Dürr, Felix Hemmerli als Verfasser eines historischen Volksliedes, Anzeiger für schweizerische Geschichte, Neue Folge 12 (1914) 220-235 (ZDBZDBdigital) und V. Schlumpf, Die frumen edlen Puren. Untersuchungen zum Stilzusammenhang zwischen den historischen Volksliedern der Alten Eidgenossenschaft und der deutschen Heldenepik, Zürich (Diss.) 1969, 109-110. Kaum haltbar ist die Zuweisung einer Fassung der Chronik der Stadt Zürich an ihn; andere Werke, die er selbst in seinen Schriften erwähnt, sind verloren.

Werke

Allgemeine Literatur – Comm. gen.

Erwähnungen in Werkartikeln

Letzte Änderung: 23.06.2020