Bayerische Akademie der Wissenschaften

Geschichts­quellen
des deutschen Mittelalters

Humbertus de Silva Candida

(Humbert von Silva Candida)

GND 118554697 – Dt. Biographie DNB

Leben – Vita

Geboren um das Jahr 1000, als Oblate in das Kloster Moyenmoutier (O.S.B., Vosges, dioec. Toul) übergeben, später in der Umgebung des Bischof Bruno von Toul. 1049 von diesem als Papst Leo IX. nach Rom geholt, 1050 zum titulären Erzbischof von Sizilien ernannt, kurz danach Kardinalbischof von Silva Candida (Lazio); 1054 zusammen mit dem Kanzler Friedrich von Lothringen und Erzbischof Petrus von Amalfi als päpstlicher Gesandter in Konstantinopel, 1057 im Kloster Montecassino (Lazio), seit 1057 Kanzler und Bibliothekar der römischen Kirche. Im Abendmahlsstreit um Berengar von Tours diktierte er 1059 dessen Glaubensbekenntnis, das Berengar auf der Fastensynode in Rom 1059 unterzeichnete. † 1061 Mai 5. – Hier werden die Werke nicht verzeichnet, bei denen die Verfasserschaft Humberts gegen die von A. Michel durch Stilvergleich vorgenommene Zuordnung angefochten oder widerlegt ist und die Comm. gen. Hoesch (1970) behandelt hat, darunter die Collectio septuaginta quattuor titulorum, De ordinando pontifice, Epistola de simoniaca haeresi, Ecbasis cuiusdam captivi per tropologiam, Epistula ad Agnetem imperatricem (dazu Edition in K. Reindel, Die Briefe des Petrus Damiani, 2 (MGH Briefe d. dt. Kaiserzeit, 4/2), 1988, 323-325), Epistola Widonis und die hagiographischen Werke.

Werke

Allgemeine Literatur – Comm. gen.

Erwähnungen

Letzte Änderung: 22.01.2020