Bayerische Akademie der Wissenschaften

Geschichts­quellen
des deutschen Mittelalters

Jacobus de Moguntia

(Jakob von Mainz)

GND 100947298 – Dt. Biographie DNB

Leben – Vita

Notar des Werner von Bolanden, des Propstes von St. Victor in Mainz (Rheinland-Pfalz) 1316, 1321 mit kaiserlicher Bestätigung auch Notar des Hofes von Speyer (Rheinland-Pfalz), 1360 Presbyter und Rektor der Kirche in Eutingen (bei Pforzheim, Baden-Württemberg), † nach 1360. Zu seiner Vita siehe A. Schulte, Zum Leben des Chronisten Jakob von Mainz, Mitteilungen des Instituts für österreichische Geschichtsforschung 11 (1890) 121-122 (ZDB). Welche Geschichtswerke Jakob wirklich verfasst hat, ist nicht zweifelsfrei geklärt, zur Kontroverse siehe O. Lorenz, Deutschlands Geschichtsquellen im Mittelalter seit der Mitte des dreizehnten Jahrhunderts, 1, Berlin 31886 (https://archive.org), 43-45, O. Lorenz, Deutschlands Geschichtsquellen im Mittelalter seit der Mitte des dreizehnten Jahrhunderts, 2, Berlin 31887 (https://archive.org), 275 unter Mathias de Nuwenburg. D. König, Forschungen zur deutschen Geschichte 20 (1880) 55-66 (ZDBZDBdigital) und C. Will, Historisches Jahrbuch 2 (1881) 72-73 (ZDBZDBdigital) wiesen nach, dass dieser Jakob nicht derselbe ist wie der Verfasser eines Chronicon Moguntinum des 16. Jh., überliefert in der Hs. Wien, Österreichische Nationabibliothek, Cod. 3381, f. 33r-79v. In dieser Hs. wird Georg Heylmann aus Frankfurt († 1501) als Kompilator der heute verlorenen Chronik über die Anfänge der Erzbischöfe von Mainz aus dem Jahr 1497 genannt, dazu C. Will, Historisches Jahrbuch 2 (1881) 338-341 (ZDBZDBdigital) und F. W. E. Roth, Deutsche Geschichtsblätter 10 (1909) 64-65 (ZDB). Über einen Jakob als Verfasser von Geschichtswerken siehe auch die Lemmata Gesta Adolfi regis und Imperator Heinricus.

Werke

Letzte Änderung: 10.09.2019