Bayerische Akademie der Wissenschaften

Geschichts­quellen
des deutschen Mittelalters

Ratherius Veronensis

(Rather von Verona)

GND 118598449 – Dt. Biographie DNB

Leben – Vita

Auch Rather von Lüttich. Geboren 887 in Lüttich (Liège/Luik), wurde er als Oblate dem Kloster Lobbes (O.S.B., Hainaut, dioec. Lüttich) übergeben und folgte Hilduin, Abt von Lobbes 926 nach Italien an den Hof des Königs Hugo I. 931 wurde er zum Bischof von Verona (Veneto) erhoben, 934 jedoch wegen seiner Parteinahme für Herzog Arnulf von Bayern von König Hugo abgesetzt und in Pavia (Lombardia) inhaftiert. 946 erhielt er sein Bistum zurück, bis er es 948 im Konflikt mit König Lothar, Hugos Sohn und Nachfolger, erneut verlassen musste. 952 begab er sich an den Hof König Ottos I. und wurde 953 zum Bischof von Lüttich erhoben. Dort geriet er in Konflikt mit lotharingischen Großen und wurde 955 vertrieben. Bis 960 war er Abt des Klosters Aulne (O.S.B., Hainaut, dioec. Cambrai). Nach seiner Rückkehr nach Italien wurde er von Otto I. ein weiteres Mal als Bischof von Verona eingesetzt, scheiterte aber erneut. † 974 April 25 in Namur (Belgien). Neben den hier aufgeführten Werken verfasste er zahlreiche Predigten, ed. B. R. Reece, Sermones Ratherii episcopi Veronensis, Worcester 1969.

Werke

Allgemeine Literatur – Comm. gen.

Erwähnungen

Letzte Änderung: 06.02.2020