Bayerische Akademie der Wissenschaften

Geschichts­quellen
des deutschen Mittelalters

sanctus Rupertus episcopus Iuvavensis

(Rupert von Salzburg, hl.)

GND 119006634 – Dt. Biographie DNB

Leben – Vita

In älterer Namensform auch Hrodperht u.ä. Nach Auskunft aller Viten ursprünglich Bischof in Worms (Rheinland-Pfalz), wurde er von Herzog Theodo nach Bayern berufen. In Salzburg gründete er ein Männer- und ein Frauenkloster und hat anscheinend auch versucht, dort einen Bischofssitz einzurichten. Inwieweit er damit erfolgreich war, ist allerdings unklar. Unsicher ist auch, ob er in Salzburg gestorben ist, oder ob er vor seinem Tod nach Worms zurückkehrte. Seine Verehrung als Heiliger begann jedenfalls mit der Translation seiner Gebeine in den neuerrichteten Salzburger Dom 774. Unbestimmt bleibt seine chronologische Einordnung. Im 12. Jh. hat man seinen Tod den Jahren 533, 544, 623 und 628 zugewiesen (siehe Computationes de tempore s. Ruperti BHL 7399-7400), heute werden die Angaben der ältesten Vita auf das Jahr 696 bezogen, das möglicherweise den Zeitpunkt seiner Ankunft in Bayern anzeigt. Gestorben ist er jedenfalls während der Amtszeit des Herzogs Theodbert, also sicher nach 716, wahrscheinlich um 720. Gedenktag: 27. März, außerdem Translation am 24. September. Weitere Informationen zu seinem Leben bieten die Breves Notitiae und die Conversio Bagoariorum et Carantanorum. Späte Kurzfassungen seiner Vita verzeichnet BHL 7394a, 7396b, 7397b.

Werke

Allgemeine Literatur – Comm. gen.

Erwähnungen

Letzte Änderung: 24.08.2020