Bayerische Akademie der Wissenschaften

Geschichts­quellen
des deutschen Mittelalters

Synode in Paris 829

Repertorium Fontium 3, 588

Autor
Entstehungszeit 829
Berichtszeit 829
Gattung Brief; Staatsschrift/Fürstenspiegel; Synodalakten
Region Frankenreich
Schlagwort
Sprache Lateinisch

Beschreibung

Teil-Reichssynode der Bischöfe aus den Kirchenprovinzen Reims, Sens, Tours und Rouen in Paris 829 Juni 6, zu der umfangreiche Akten erhalten sind, während über die parallel stattfindenden Synoden in Lyon, Mainz und Tours so gut wie nichts bekannt ist. Die Dokumente umfassen den Erlass Kaiser Ludwigs des Frommen vom Dezember 828 zur Abhaltung der Synoden (A), ein entsprechendes Rundschreiben an die Bischöfe in zwei Versionen (B), sowie die eigentlichen Synodalbeschlüsse (C), verfasst von Bischof Jonas von Orléans. Die Beschlüsse gliedern sich ihrerseits in vier Teile: 1. 94 Kapitel in 2 Büchern, davon Buch I über das Leben von Klerikern und Laien, Buch II über die Kunst des Regierens und die Pflichten der Untertanen. 2. Brief der Bischöfe an Ludwig den Frommen und Lothar I. 3. 27 Kanones, teils verkürzt aus dem umfangreichen ersten Teil, teils neu hinzugefügt. 4. 20 Kanones zu verschiedenen Bereichen kirchlichen Lebens. Eine Zusammenfassung der Konzilsbeschlüsse in 62 Kapiteln wurde auf einer Reichsversammlung in Worms im August 829 Kaiser Ludwig dem Frommen überreicht, die sogenannte Episcoporum ad Hludowicum imperatorem relatio bzw. Rescriptum consultationis sive exortationis episcoporum ad domnum Hludowicum imperatorem (D), vielleicht ebenfalls von Jonas von Orléans verfasst. Inc.: Anno 16. regnante domno nostro Hludowico conventus episcoporum debet fieri in quattuor locis (A), Recordari vos credimus (B), Sicut humane infirmitati in prosperis non convenit erigi (C), Nos famuli vestri, quamvis indigni, tamen episcopi (D).

Handschriften – Mss.

Literatur zu den Handschriften allgemein

Ausgaben – Edd.

Literatur zum Werk – Comm.

Erwähnungen in Werkartikeln

Letzte Änderung: 03.09.2020