Bayerische Akademie der Wissenschaften

Geschichts­quellen
des deutschen Mittelalters

Tractatus de superioritate inter concilium et papam

(Abhandlung über den Vorrang zwischen Konzil und Papst)

Repertorium Fontium –, –

Autor Johannes Maurosii
Entstehungszeit 1434
Berichtszeit 1434
Gattung Kirchentraktat; Synodalakten
Region Oberrhein
Schlagwort Konzil von Basel; Papst/Konzil; Konziliarismus
Sprache Lateinisch

Beschreibung

Traktat über die Konzilssuperiorität. Konziliaristische Position in vereinfachter und der Trivialisierung zuträglicher Form, verfasst im Anschluss an die Diskussion des päpstlichen Rechts zur Konzilsauflösung: Allein das Konzil repräsentiert die Gesamtkirche, deren Haupt Christus und nicht der Papst ist. Das Werk wurde im Anschluss an die Feier von Epiphanias 1434 im Basler Franziskanerkloster öffentlich vorgetragen und von dort schriftlich schnell verbreitet, ebenso existiert eine Kurzfassung. Dieser Traktat ist Antwort auf den Traktat De auctoritate pape et conciliorum des Thomas de Virago (Konsistorialadvokat). Beide Werke sind mehrfach zusammen überliefert. "Keine andere theoretische Abhandlung aus dem Kreis der Basler ist handschriftlich derart reich dokumentiert" (Müller), mit insgesamt 48 Überlieferungszeugen. Zu Beginn des Konzils von Ferrara-Florenz erfuhr das Werk eine Gegenschrift im Traktat De synodis et ecclesiastica potestate des römischen Dominikaners Johannes Leonis. Inc.: Quia nonnulli os suum aperientes in celum.

Handschriften – Mss.

Literatur zu den Handschriften allgemein

Ausgaben – Edd.

Literatur zum Werk – Comm.

Comm. gen. zum Autor

Erwähnungen in Werkartikeln

Letzte Änderung: 10.09.2019