Bayerische Akademie der Wissenschaften

Geschichts­quellen
des deutschen Mittelalters

De inventione et translatione sanguinis Domini

(Über die Auffindung und Überführung des Blutes des Herrn)

Repertorium Fontium 4, 151

Autor
Entstehungszeit 1090-1110; um 1200
Berichtszeit 1048; 1094
Gattung Hagiographie
Region Alemannien; Italien bis 1200
Schlagwort Heiligenverehrung; Reliquien; Welfen
Sprache Lateinisch

Beschreibung

(BHL 4154 und 4155). Unter diesem Titel sind zwei Texte vereint: a) De inventione sanguinis Domini über die Auffindung einer Heiligblut-Reliquie in Mantua (Mantova, Lombardia) 1048, b) De translatione sanguinis Christi über das Schicksal eines Teils davon, der von Kaiser Heinrich III. an Graf Balduin IV. von Flandern, von diesem an seine Tochter Judith (von Flandern), die Gattin Herzog Welfs IV., von dieser schließlich bei ihrem Tod 1094 testamentarisch an das welfische Hauskloster Weingarten (O.S.B., Baden-Württemberg, dioec. Konstanz) geschenkt wurde. a) ist in Mantua im späten 11. oder frühen 12. Jh. entstanden, b) als Fortsetzung zu a) um 1200 in Weingarten. Inc.: Apud Italiam Mantuae civitatis inventio sanguinis domini nostri Iesu Christi (a), Igitur sacrosancto sanguine dominico in urbe Mantua invento (b). Eine spätere erweiternde Bearbeitung beider Teile ohne inhaltliche Neuigkeiten (BHL 4156), c), ist zum größeren Teil noch unediert, Inc.: Sacrosancte dominici passionis memoria (Prolog), Inclitus martyr Longinus (Text).

Handschriften – Mss.

Literatur zu den Handschriften allgemein

Faksimile-Ausgaben

Ausgaben – Edd.

Übersetzungen – Transl.

Italienisch

Literatur zum Werk – Comm.

Erwähnungen in Werkartikeln

Letzte Änderung: 10.09.2019