Bayerische Akademie der Wissenschaften

Geschichts­quellen
des deutschen Mittelalters

Flores temporum

Repertorium Fontium 4, 474

Autor
Entstehungszeit um 1292
Berichtszeit Weltchronik-1290
Gattung Weltchronik; Papst-Kaiser-Chronik
Region Schwaben
Schlagwort Orden: Franziskaner
Sprache Lateinisch

Beschreibung

Chronik von der Erschaffung der Welt bis zum Jahr 1290, für die Zeit nach Christus gegliedert nach Regierungszeiten von Kaisern und Päpsten, verfasst von einem Franziskanermönch O.F.M. aus Schwaben, vielleicht in Esslingen (Baden-Württemberg) 1292 oder wenig später. In den Handschriften wird der Autor Martinus Minorita (wohl in Anlehnung an Martinus Opaviensis = Martin von Troppau), Hermannus Minorita, Hermannus Januensis/Genuensis oder Hermannus Gygas genannt, bleibt in seiner Identität aber unbekannt. Selbständige Berichte enthält die Weltchronik erst ab ca. 1250, vorher ist sie eine Kompilation aus bekannten Quellen. Das Werk, von dem über 100 Handschriften bekannt sind, hat eine große Zahl an Fortsetzungen erfahren, zahlreiche spätmittelalterliche Chroniken sind im Grunde Bearbeitungen der Flores temporum. Von diesen Fortsetzungen sind hier nur folgende berücksichtigt: a) für die Jahre 1292-1298, b) bis 1345/49 (sog. Fassung II bzw. Textstufe 3, von K. Graf 2005 nach Reutlingen lokalisiert), c) für die Jahre 1352-1421 (einem Johannes Fistenport zugeschrieben), d) für die Jahre 1423-1475, e) für die Jahre 1353-1442, verfasst von Johannes Spies aus Rattenberg (Tirol) ca. 1420-1440. Eine lateinische Bearbeitung ist das Chronicon pontificum et imperatorum Ratisponense, eine deutsche stammt von Heinrich Steinhöwel. Inc.: Marie virginis indignus ego sacrista (Praefatio), Prima dies saeculi aestimetur fuisse dominica post medium mensis Martii (Text).

Handschriften – Mss.

Literatur zu den Handschriften allgemein

Alte Übersetzungen – Vet. Transl.

Deutsch

Ausgaben – Edd.

Literatur zum Werk – Comm.

Erwähnungen in Werkartikeln

Letzte Änderung: 08.09.2020