Bayerische Akademie der Wissenschaften

Geschichts­quellen
des deutschen Mittelalters

Liber legis regum Langobardorum Papiensis dictus

(Rechtsbuch der Langobardenkönige, genannt Liber Papiensis)

Repertorium Fontium 7, 269

Autor
Entstehungszeit 1001-1030
Berichtszeit 600-1056
Gattung Rechtstexte (weltlich)
Region Italien bis 1200
Schlagwort Langobarden; Volksrechte
Sprache Lateinisch

Beschreibung

Rechtssammlung des Langobardenrechts von König Rothar (Edictus Langobardorum von 643) bis König Aistulf (749-756) in chronologischer Ordnung, überliefert unter dem Titel Liber legis Langobardorum. Die Anfang des 11. Jh. an der Rechtsschule von Pavia (Lombardia) entstandene Sammlung, die deswegen in der Forschung auch Liber Papiensis genannt wird, wurde ergänzt um Gesetze der späteren Herrscher für das Regnum Italiae bis zu König Heinrich III. († 1056). Ende des 11. oder Anfang des 12. Jh. wurde der Liber Papiensis umgearbeitet zur systematisch geordneten Lombarda (Legis Langobardorum libri tres sive syntagmata duo Lombarda vulgo dicta), welche den älteren Liber Papiensis rasch verdrängte. Vom Liber Papiensis gibt es zwei Fassungen: a) die Redactio Walcausina, benannt nach der Zuschreibung an den Paveser Rechtsgelehrten Walcausus; b) Vulgata von dem Paveser Rechtsgelehrten Widolinus. In einigen Handschriften der Vulgata ist c) eine Sammlung von Rechtsformeln angelagert, d) ein aus dem letzten Drittel des 11. Jh. von einem anonymen Autor stammender umfassender Kommentar, die Expositio ad Librum Papiensem. Inc.: In nomine Domini incipit edictum, quod renovavi cum primatibus meis iudicibus ego in Dei nomine Rotharis rex.

Handschriften – Mss.

Literatur zu den Handschriften allgemein

Ausgaben – Edd.

Literatur zum Werk – Comm.

Erwähnungen in Werkartikeln

Letzte Änderung: 10.09.2019