Bayerische Akademie der Wissenschaften

Geschichts­quellen
des deutschen Mittelalters

Epistolae

(Briefe)

Repertorium Fontium 8, 222

Autor Nicolaus I papa
Entstehungszeit 858-867
Berichtszeit 858-867
Gattung Brief; Kirchenrecht
Region Italien bis 1200
Schlagwort Eherecht; Photios-Schisma
Sprache Lateinisch

Beschreibung

Die Briefe Papst Nikolaus' I. wurden den Gepflogenheiten der römischen Kirche folgend in der päpstlichen Kanzlei im Lateran aufbewahrt. Aus ihnen wurden seit dem 9. Jh. mehrere Sammlungen exzerpiert, die wiederum in verschiedenen Handschriften unvollständig überliefert sind. Die Briefe sind von hohem Quellenwert für die Geschichte der römischen Kirche; sie betreffen unter anderem die Ehescheidung König Lothars II., das Schisma des Photius und die Auseinandersetzung zwischen Erzbischof Hinkmar von Reims und dem Papst. Der mit 106 Kapiteln umfangreichste Brief sind die Responsa Nicolai I. papae ad consulta Bulgarorum (siehe dazu eigenes Lemma). Von 861 bis zu seinem Tod griff der Papst auf Werke von Anastasius zurück, der später Bibliothekar des Apostolischen Stuhles war. Zur Frage, inwieweit Anastasius als Verfasser mehrerer Briefe des Papstes in Betracht kommt, v. Comm. gen. Lapôtre (1885) und Perels (1920). Das Briefkorpus enthält auch Dokumente zu verschiedenen Synoden, nämlich zur Synode in Sens 858, zur Synode in Mainz 861/63, zur Synode in Rom 861 Februar, zur Synode in Rom 861 November, zur Synode in Rom 863 Frühjahr, zur Synode in Rom 863 Oktober, zur Synode in Metz 863, zur Synode in Rom 864/65, zur Synode in Pavia 865 und zur Synode in Soissons 866.

Handschriften – Mss.

Literatur zu den Handschriften allgemein

Ausgaben – Edd.

Übersetzungen – Transl.

Deutsch

Literatur zum Werk – Comm.

Literatur zum Autor – Comm. gen.

Letzte Änderung: 30.06.2020