Bayerische Akademie der Wissenschaften

Geschichts­quellen
des deutschen Mittelalters

Versus Romae

(Verse von Rom)

Repertorium Fontium 11, 336

Autor
Entstehungszeit 601-1000
Berichtszeit 320-1000
Gattung Dichtung
Region Italien bis 1200
Schlagwort
Sprache Lateinisch

Beschreibung

Gedicht in 12 elegischen Distichen über den Niedergang der Stadt Rom nach dem Übergang der Macht an Konstantinopel und über die Habgier der Stadt, die sich vom Reliquienhandel nährt. Inc.: Nobilibus quondam fueras constructa patronis, D. Schaller – E. Könsgen, Initia carminum Latinorum saeculo undecimo antiquiorum, Göttingen 1977, 10329, H. Walther, Initia carminum ac versuum medii aevi posterioris Latinorum, Göttingen 1959, 11829. Die Verse werden nicht immer in der gleichen Reihenfolge überliefert. Die älteste Handschrift ist die aus Modena (dort neben den Dekretalen Pseudo-Isidors und den Carmina Mutinensia überliefert), weitere Redaktionen in einer Handschrift aus Bamberg saec. xi und bei Othlo von St. Emmeram, daraus weitere Abschriften und Aufnahme in den Codex Udalrici, einige Verse zitiert in der Invectiva in Romam. Zugeschrieben wurden die Verse einem anonymen Römer des 7. Jh., Johannes Scotus im 9. Jh., von Traube (und mit ihm Granier) einem neapolitanischen Gelehrten, der sie kurz nach 878 verfasst habe, von Fedele werden sie ins 10. Jh. gesetzt.

Handschriften – Mss.

Literatur zu den Handschriften allgemein

Ausgaben – Edd.

Literatur zum Werk – Comm.

Letzte Änderung: 10.09.2019