Bayerische Akademie der Wissenschaften

Geschichts­quellen
des deutschen Mittelalters

Ruodlieb

Repertorium Fontium –, –

Autor
Entstehungszeit 1040-1090
Berichtszeit 1040-1090
Gattung Dichtung
Region Bayern bis 1200
Schlagwort
Sprache Lateinisch

Beschreibung

In der Forschung seit dem ersten Herausgeber Schmeller gebräuchlicher Titel nach dem Helden des epischen Gedichts. Das Werk ist in Fragmenten von insgesamt 21 losen Doppelblättern und einem Streifen und entsprechend titellos überliefert. Gilt als erster fiktionaler Roman des Mittelalters: Gegenstand sind Tüchtigkeit, Bewährung in der Fremde und Aufstieg des jungen Adligen Ruodlieb im fremden Königsdienst. Erhalten sind 2320 vollständige bzw. fragmentarische Verse in einsilbig gereimten leoninischen Hexametern, das gesamte Werk wird auf ca. 3850 Verse geschätzt, falls denn der Autor das Werk je vollendet hat. Der anonyme Verfasser ist nicht näher zu bestimmen, jedoch vermutet man in ihm aufgrund der Überlieferung einen Mönch im Kloster Tegernsee (O.S.B., Bayern, dioec. Freising), wo die Originalhandschrift im 15. Jh. zu Buchbinderzwecken zerschnitten wurde. Inc.: Quidam prosapia vir progenitus generosa.

Handschriften – Mss.

Literatur zu den Handschriften allgemein

Faksimile-Ausgaben

Ausgaben – Edd.

Übersetzungen – Transl.

Deutsch

Englisch

Italienisch

Spanisch

Literatur zum Werk – Comm.

Letzte Änderung: 10.09.2019