Bayerische Akademie der Wissenschaften

Geschichts­quellen
des deutschen Mittelalters

Monachus Hamerslebiensis

(Der Mönch von Hamersleben)

GND 143957740 – Dt. Biographie DNB

Leben – Vita

Angeblich im 12. Jh. Autor einer Chronik von König Heinrich I. bis Heinrich V. aus dem Chorherrenstift Hamersleben (O.Can.S.Aug., Sachsen-Anhalt, dioec. Halberstadt), tatsächlich aber eine neuzeitliche historiographische Fiktion aufgrund eines Missverständnisses, nachgewiesen von W. Zöllner, Eine verlorene sächsische Chronik vom Anfang des 12. Jahrhunderts? Zur Frage der frühen Geschichtsschreibung des Augustiner-Chorherrenstiftes Hamersleben, Jahrbuch für Regionalgeschichte 1 (1965) 165-167 (ZDB) und W. Zöllner, Die Urkunden und Besitzaufzeichnungen des Stifts Hamersleben (1108-1462), Leipzig 1979, 11. Eine Narratio de basilica Goslariensi eiusque praepositis, unter diesem Titel aufgeführt bei A. Potthast, Bibliotheca historica Medii Aevi. Wegweiser durch die Geschichtsquellen des europäischen Mittelalters bis 1500, 1, Berlin 21896, 790, vermeintlich ebenfalls ein Werk des Hamerslebener Mönchs, ist neuzeitlich und abhängig von der Vita Bennonis des Humanisten und Theologen Hieronymus Emser († 1527) vom Jahr 1512, dazu W. Gesler, Der Bericht des Monachus Hamerslebiensis über die "kaiserliche Kapelle" S. Simon und Juda in Goslar, Bonn (Diss.) 1914, H.-W. Klewitz, Königtum, Hofkapelle und Domkapitel im 10. und 11. Jahrhundert, Archiv für Urkundenforschung 16 (1939) 102-156 (ZDB), hier 139-149, die aber nicht erkannt haben, dass es sich bei dem angeblichen Hamerslebener Autor um eine Fiktion handelt.

Werke

Letzte Änderung: 10.09.2019