Bayerische Akademie der Wissenschaften

Geschichts­quellen
des deutschen Mittelalters

Sicardus episcopus Cremonensis

(Sichard von Cremona)

GND 118996088 – Dt. Biographie DNB

Leben – Vita

Auch Sighardus. Geboren um 1150/55, studierte er kanonisches Recht in Bologna (Emilia-Romagna), vielleicht auch in Paris, und wurde Domkanoniker in Mainz (Rheinland-Pfalz). 1183 wurde er nach Rom gerufen und fungierte als Gesandter von Papst Lucius III. an Kaiser Friedrich I. 1185 wurde er Bischof von Cremona (Lombardia), 1201 bis 1205 war er Legat von Papst Innozenz III. in Konstantinopel. † 1215 Juni 8. Nach O. Holder-Egger ist der Bischof von Cremona, der Autor der Chronik, nicht identisch mit dem Mainzer Kanoniker, dem Autor des Mitrale und der Summa decretorum. Früher wurde Sichard auch ein Werk mit dem Titel "Acta et obitus beati Homoboni" zugeschrieben, das jedoch nie gefunden wurde und vermutlich mit einer Vita des Homobonus von Cremona († 1197) (Inc.: Cum orbita solis) identisch ist.

Werke

Allgemeine Literatur – Comm. gen.

Erwähnungen

Letzte Änderung: 10.09.2019