Bayerische Akademie der Wissenschaften

Geschichts­quellen
des deutschen Mittelalters

Libellus de fundacione ecclesiae consecrati Petri Ratisponae

(Gründung der Kirche Weih St. Peter in Regensburg)

Repertorium Fontium 7, 241

Autor
Entstehungszeit 1250-1261
Berichtszeit 1075-um 1260
Gattung Kloster-/Stiftschronik; Ordenschronik
Region Bayern ab 1200
Schlagwort Orden: Benediktiner; Klostergründung
Sprache Lateinisch

Beschreibung

Auch: Regensburger Schottenlegende. Propagandistische Chronik zum Ruhm der irischen Mönche, vermutlich zwischen 1250 und 1261 von einem Mönch im Schottenkloster in Regensburg (Bayern) verfasst. Themen sind die Gründung von Weih St. Peter in Regensburg durch die Iren (hier Schotten genannt) und die Gründung weiterer Klöster durch die irische Benediktinerkongregation in Süddeutschland. Vermischt mit legendären Nachrichten werden viele Informationen geboten über die Verbindungen der Klöster untereinander und nach Irland. Neben der Visio Tundali gehört der 'Libellus' zu den ältesten und wichtigsten literarischen Produkten der irischen Mönche in Regensburg. Die reiche Überlieferung von 16 vollständigen und Teil-Handschriften (die früheste um 1350) aus Süddeutschland konzentriert sich auf die Zeitspannen von 1415-1433 und 1490-1520 während krisenhafter Zustände in den irischen Klöstern. Inc.: Humane sapiencie diaffona claritas et clara diaffonitas (Prolog), Candelabro superponere cupiens lumen divine miseracionis (Text). Eine volkssprachige Bearbeitung in 9912 Versen bildet die Dichtung Karl der Große und die schottischen Heiligen aus dem 14. Jh. Sie liegt in zwei Handschriften vor.

Handschriften – Mss.

Literatur zu den Handschriften allgemein

Alte Übersetzungen – Vet. Transl.

Deutsch

Ausgaben – Edd.

Literatur zum Werk – Comm.

Erwähnungen in Werkartikeln

Letzte Änderung: 10.06.2020