Bayerische Akademie der Wissenschaften

Geschichts­quellen
des deutschen Mittelalters

Johannes Parvi

(Jean Petit)

GND 118790552 – Dt. Biographie DNB Wikipedia

Leben – Vita

Geboren um 1360, † 1411 Juli 15. Doktor und Professor der Theologie in Paris, 1408 Rechtfertiger des Mordes an Ludwig, Herzog von Orléans, durch Herzog Johann Ohnefurcht von Burgund vor der Pariser Universität durch eine Schrift über den Tyrannenmord. Nach dem Tod Petits betrieb Jean Gerson die Verurteilung der Schrift auf der Pariser Provinzialsynode von 1414, scheiterte aber auf dem Konstanzer 1416, als das Urteil der Pariser Synode aus formalen Gründen kassiert wurde. Dort lag kein Originaltext vor, sondern eine Zusammenfassung zu neun Thesen und ihre Verurteilung in Paris. Die Prozessakten sind gedruckt bei L. Ellies Du Pin, Johannes Gersonii opera omnia, 5, Antverpiae 1706 (BV), 49-332, 342-1011, H. Denifle – E. Chatelain, Chartularium Universitatis Parisiensis, 4, Paris 1897 (BVhttps://archive.org) Nr. 1999-2017, 2029 sqq. , H. Finke – H. Heimpel – J. Hollnsteiner, Acta concilii Constanciensis. 4: Schlußband, Münster 1928 (https://archive.orghttps://sources.cms.flu.cas.cz), 255-352. Seine eigene Haltung legt Jean Gerson in einer Reihe polemischer Werke dar, vgl. P. Glorieux, Jean Gerson. Oeuvres complètes, 10, Paris 1973, 164-284. Ein Gegen-Gutachten des Dietrich von Niem auf dem Konstanzer Konzil liegt im Compendium de differentia qualitatum regum et tyrannorum vor.

Werke

Allgemeine Literatur – Comm. gen.

Erwähnungen in Werkartikeln

Letzte Änderung: 10.09.2019