Bayerische Akademie der Wissenschaften

Geschichts­quellen
des deutschen Mittelalters

Rechtsbuch, Meißener

Repertorium Fontium 9, 449

Autor
Entstehungszeit 1357-1387
Berichtszeit 1357-1387
Gattung Rechtstexte (weltlich)
Region Obersachsen und Lausitz
Schlagwort Recht (weltlich)
Sprache Deutsch

Beschreibung

In der Überlieferung Buch dez rechten in wichbilde in sechsisszer art, der übliche (Lemma-) Titel nach A. L. Reyscher (1837), sonst auch Schlesisches Landrecht (J. E. Böhme 1770) oder Rechtsbuch nach Distinktionen (F. Ortloff 1836) genannt. Das Rechtsbuch wurde von einem unbekannten Verfasser zwischen 1357 und 1387 vermutlich in Zwickau (Sachsen) kompiliert. Es fand nicht nur in der Markgrafschaft Meißen Anwendung, sondern sollte laut Vorwort auch im Osterland, Pleißener Land, Vogtland sowie in Polen, Böhmen, Brandenburg, Sachsen, Westfalen und Thüringen Geltung haben. Das Werk, das sich zum großen Teil auf den Sachsenspiegel des Eike von Repgow stützt, ist sehr reich überliefert, derzeit (2019) sind 85 Handschriften und Fragmente bekannt. Es war v.a. in Nord- und Mitteldeutschland, Schlesien, Böhmen, Preußen und Mähren verbreitet. Neben der ursprünglichen Fassung (A) gibt es drei spätere Bearbeitungsstufen (B, C, D), außerdem fand es Eingang in zahlreiche weitere Rechtsbücher. Eine kritische Edition fehlt. Inc.: Dit ist eyn buch dez rechten in wichbilde in sechsisszer art (Vorrede), Sanctus Gregorius schribet unde vele ander lerer in deme gotes rechte (Text).

Handschriften – Mss.

Literatur zu den Handschriften allgemein

Alte Übersetzungen – Vet. Transl.

Tschechisch

Ausgaben – Edd.

Literatur zum Werk – Comm.

Erwähnungen in Werkartikeln

Letzte Änderung: 11.12.2020