sancta Waldburgis
(Walburga/Walpurga, hl.)
GND 118628569 Dt. Biographie DNB Wikipedia
Leben – Vita
Geb. um 710 in Wessex, Schwester der Heiligen Willibald und Wunibald, seit 761 Äbtissin des Klosters Heidenheim (O.S.B., Bayern, dioec. Eichstätt), † 779 oder eher 788/90. Ihre Gebeine wurden durch Bischof Otgar von Eichstätt (ca. 847-880) nach Eichstätt überführt, an ihrem dortigen Grab entstand 1035 das Benediktinerinnenkloster St. Walburg. Ihr Kult war im deutschsprachigen Raum und in Nordfrankreich weit verbreitet. Gedenktag: 25. Februar.
Die früheste Lebens- und Wunderbeschreibung (Miracula s. Walburgae, BHL 8765) verfasste Ende 9. Jh. Wolfhard von Herrieden, eine Bearbeitung aus dem 14. Jh. (Vita s. Walburgae, BHL 8771) stammt vom Eichstätter Bischof Philipp von Rathsamhausen. Neben den unten aufgeführten Darstellungen zu ihrem Leben und ihren Wundern gibt es noch eine Reihe von späteren Kurzfassungen (BHL 8771d, 8771e, 8771f, 8771g, 8772, 8773, 8773b, 8773d, 8774), die hier nicht berücksichtigt sind.
Werke
- Miracula s. Waldburgae Tielensia
- Rhythmus s. Waldburgae
- Vita s. Waldburgis secunda
- Vita s. Waldburgis tertia
Allgemeine Literatur – Comm. gen.
S. Riezler, in: Allgemeine Deutsche Biographie, 40, Leipzig 1896, 645-646 A. Bauch, Die heilige Äbtissin Walburga (um 710-25. Februar 779?), in: Bavaria Sancta. Zeugen christlichen Glaubens in Bayern, 1, hg. von G. Schwaiger, Regensburg 1970, 168-185 H. Holzbauer, Mittelalterliche Heiligenverehrung. Heilige Walpurgis (Eichstätter Studien, 5), Kevelaer 1972 alphabetisch nach VerehungsortenM. Mengs, Schrifttum zum Leben und zur Verehrung der Heiligen Walburga, Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens 90 (1979) 121-146 (ZDB – ZSdigital) 262 Nummern, chronologisch geordnetA. Bauch, Walpurgis, Äbtissin von Heidenheim (ca. 710-779), in: Fränkische Lebensbilder, 9, hg. von A. Wendehorst – G. Pfeiffer, Neustadt/Aisch 1980, 1-10 M. Mengs, Schrifttum zum Leben und zur Verehrung der Eichstätter Diözesanheiligen Willibald, Wunibald, Walburga, Wuna, Richard und Sola (Kirchengeschichtliche Quellen und Studien, 13), St. Ottilien 1987 alphabetisch geordnet nach AutorenE. Luckmann, St. Walburga: Medieval Nun, Free Woman, in: Medieval Women Monastics. Wisdom's Wellsprings, hg. von M. Schmitt, Collegeville, MN 1996, 63-80 D. Grypa, Die Verehrung der heiligen Walburga im 20. Jahrhundert, Jahrbuch für fränkische Landesforschung 57 (1997) 339-374 (ZDB – ZDBdigital) L. E. von Padberg, in: Lexikon des Mittelalters, 8, München – Zürich 1997, 1939-1940 G. Lautenschläger, in: Biographisch-bibliographisches Kirchenlexikon, 13, hg. von Fr. W. Bautz, Hamm 1998, 178-179 Heilige Walburga hilft aus aller Not. Zeugnisse ihrer Verehrung und Verklärung. Ausstellung des Diözesanmuseums Eichstätt in Zusammenarbeit mit der Benediktinerinnenabtei St. Walburg Eichstätt, Eichstätt 2000 H. Flachenecker, in: Lexikon für Theologie und Kirche, 10, Freiburg/Br. 32001, 948 S. Petersen, Wann starb die Heilige Walburga? Zu Leben und Tod der letzten Äbtissin von Heidenheim, Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens 116 (2005) 7-18 (ZDB – ZSdigital) L. Brandl, Die heilige Walburga (um 710-788/90?). Äbtissin von Heidenheim, in: Zwölf Frauengestalten aus dem Bistum Eichstätt vom 8. bis zum 20. Jahrhundert, hg. von B. Bagorski, Regensburg 2008, 13-31 H. Flachenecker, Kirchliche Identitätsstiftung: Die Heiligen Willibald und Walburga und ihre Familie, in: Die Heiligen und ihr Kult im Mittelalter (Colloquia mediaevalia Pragensia, 11), hg. von E. Dolezalová, Praha 2010, 385-393 B. Lengenfelder, Walburga (ca. 710-790). Äbtissin von Heidenheim, in: Im Glanz des Heiligen. Heilige, Selige und verehrungswürdige Personen aus dem Bistum Eichstätt. Festgabe des Domkapitels Eichstätt für Dompropst und Generalvikar Johann Limbacher, hg. von B. Bagorski – R. Baumeister – J. Limbacher, Eichstätt 2010, 23-30 S. Weinfurter, "Überall unsere Heiligste Mutter Walburga". Entstehung, Wirkkraft und Mythos eines europäischen Heiligenkults, in: Female vita religiosa between Late Antiquity and the High Middle Ages. Structures, developments and spatial contexts (Vita regularis, 47), hg. von G. Melville – A. Müller, Münster 2011, 187-206 H. Flachenecker, Irdisches und Heiliges – Walburga und ihre Familie, Eichstätter Diözesangeschichtsblätter 1 (2012/13) 38-58 (ZDB) S. Haarländer, Wunibald und das Kloster Heidenheim, in: Der heilige Wunibald. Pilger und Missionar (Extemporalia, 23), hg. von L. Brandl, St. Ottilien 2015, 37-62 S. Petersen, in: Neue Deutsche Biographie, 27, Berlin 2020, 272-274
Erwähnungen in Werkartikeln
- Miracula s. Walburgae (Wolfhardus monachus Haserensis)
- Über die Heiligtümer Freisings (Conradus Sacrista Frisingensis)
- Vita s. Walburgae (Philipp von Rathsamhausen)
- Zitiervorschlag:
- https://www.geschichtsquellen.de/autor/25989 (Bearbeitungsstand: 26.03.2026)