Bayerische Akademie der Wissenschaften

Geschichts­quellen
des deutschen Mittelalters

Gesta domni Aldrici Cenomannicae urbis episcopi a discipulis suis

(Taten des Aldricus, Bischof von Le Mans, von seinen Schülern verfasst)

Repertorium Fontium 4, 717

Autor
Entstehungszeit 840-863
Berichtszeit 832-840
Gattung Bistumschronik; Biographie
Region Frankenreich
Schlagwort Fälschung/Fiktion; Le Mans-Fälschungen
Sprache Lateinisch

Beschreibung

(BHL 260). Überlieferungstitel. Geschichte des Bischofs Aldricus (832-857) von Le Mans (Sarthe) in seinen ersten acht Amtsjahren, verfasst zwischen dem Tod des Bischofs 857 und dem Hoftag von Verberie 863 Oktober. Das Werk, im Streit um das Kloster St-Calais als Besitztitel eingesetzt, wurde auf der Grundlage von Schenkungsurkunden verfasst, deren Echtheit die Forschung kritisch untersucht hat, v. Edd. Kölzer (2016). Das Dossier zu St-Calais ist eingefügt unter dem Titel Memoriale, qualiter monasterium Anisole a iure Cenomannice matris ecclesie post obitum Hludouuici piissimi imperatoris alienatum est, Handschrift Le Mans 99, f. 48v. Die Gesta sind zusammen mit den auf Aldrich gedichteten Carmina Cenomanensia in Hs. Le Mans 99 überliefert und eng verbunden mit den Actus pontificum Cenomannis in urbe degentium, welche sie chronologisch fortsetzen. Die drei Werke bilden den Komplex der sogenannten Le Mans-Fälschungen. Sie benutzen möglicherweise die gefälschten Dekretalen des Pseudo-Isidor. Inc.: Coadiuvante divinitatis gratia scribere conor (Praefatio).

Handschriften – Mss.

Literatur zu den Handschriften allgemein

Faksimile-Ausgaben

Ausgaben – Edd.

Literatur zum Werk – Comm.

Erwähnungen in Werkartikeln

Letzte Änderung: 10.09.2019