Bayerische Akademie der Wissenschaften

Geschichts­quellen
des deutschen Mittelalters

Falkenberg, Johannes

GND 118531867 – Dt. Biographie DNB

Leben – Vita

Geb. um 1364, nach Studium in Prag und Wien Dr. theol., zu einem unbekanntem Zeitpunkt in den Dominikanerorden eingetreten. 1405 Lektor in Prag, dann in Magdeburg, Preußen und Warburg. Er nahm ab 1415 am Konstanzer Konzil teil, wurde dort 1417 vom Generalkapitel seines eigenen Ordens zum Kerker verurteilt und befand sich bis 1424 in päpstlicher Haft in Rom. † nach 1429, vielleicht in Liegnitz (Legnica, Niederschlesien) oder in Thorn (Toruń, Kujawien-Pommern). Neben den unten aufgeführten Werken hat er auch den verlorenen Traktat Accipe gladium gegen Paulus Vladimiri verfasst, vgl. dazu S. F. Bełch, Paulus Vladimiri and his doctrine concerning international law and politics, 2, The Hague 1965, 990-994, S. Włodek, Odnaleziona "Satyra" Falkenberga, Studia Historyczne 14 (1971) 477-491 (ZDB), S. Włodek, La Satire de Jean Falkenberg. Texte inédit avec introduction, Mediaevalia philosophica Polonorum 18 (1973) 51-120 (ZDB), H. Boockmann, Johannes Falkenberg, der Deutsche Orden und die polnische Politik. Untersuchungen zur politischen Theorie des späteren Mittelalters (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte, 45), Göttingen 1975, 46 n. 48, 258-259 n. 341. Ehrlich und Weise halten dieses Werk für identisch mit der Satira contra hereses et cetera nephanda Polonorum et eorum regis Jaghel, dagegen aber Włodek und Boockmann. Außerdem sind einige Predigten Falkenbergs überliefert.

Werke

Allgemeine Literatur – Comm. gen.

Erwähnungen in Werkartikeln

Letzte Änderung: 10.09.2019