Bayerische Akademie der Wissenschaften

Geschichts­quellen
des deutschen Mittelalters

Ekkehardus Uraugiensis

(Ekkehard von Aura)

GND 118688529 – Dt. Biographie DNB

Leben – Vita

1108 erster Abt des neugegründeten Klosters Aura an der Saale (O.S.B., Bayern, dioec. Würzburg), † nach 1129. Weitere Einzelheiten zu seinem Leben sind nicht direkt bezeugt, wurden aber aus seinen Werken erschlossen, etwa dass er aus einer bayerischen Adelsfamilie stammte, Mönch in Tegernsee (O.S.B., Bayern, dioec. Freising) wurde, am Ersten Kreuzzug teilnahm und anschließend in das Kloster Michelsberg (O.S.B, Bayern, dioec. Bamberg) bei Bamberg eintrat. Allerdings ist die Zuschreibung dieser Werke an Ekkehard überwiegend höchst fragwürdig. Die unten aufgeführten Chroniken hat G. Waitz sämtlich ihm zugeschrieben und in MGH SS 6 (1844) 33-267 (dMGH) in einer Mischedition als verschiedene Fassungen desselben Werks präsentiert. Dass der eigentliche Autor des Hauptteils Frutolf von Michelsberg ist, hat bereits H. Bresslau (1896) festgestellt, die Autorschaft zu anderen Chroniken wurde Ekkehard erst in jüngster Zeit abgesprochen, namentlich von Th. McCarthy. Aus dem Mischtext bei Waitz hat W. Pflüger, Die Chronik des Ekkehard von Aura (Die Geschichtschreiber der deutschen Vorzeit, XII, 3), Leipzig 11879 (BVhttps://archive.org) bzw. W. Pflüger, Die Chronik des Ekkehard von Aura (Die Geschichtschreiber der deutschen Vorzeit, 2. Gesamtausgabe, 51), Leipzig 21893 (http://www.mgh-bibliothek.de) eine Übersetzung für die Jahre 1002-1125 erstellt. Eine Neuedition des gesamten Chroniken-Komplexes für die MGH wird von M. Hartmann und Th. McCarthy vorbereitet. – Eine kurze Continuatio Ekkehardi aus Erfurt (Thüringen) für die Jahre 1125-1169 edierte O. Holder-Egger, Monumenta Erphesfurtensia saec. XII. XIII. XIV. (MGH SS rer. Germ., 42), 1899, 69-71 (dMGH). R. Bauerreiss (1962) wollte Ekkehard neben den aufgeführten Werken noch den Ludus de Antichristo zuschreiben, doch ist ihm in dieser Meinung niemand gefolgt.

Werke

Allgemeine Literatur – Comm. gen.

Erwähnungen

Letzte Änderung: 07.05.2020